Wochenbett- eine Partnerübung für die Liebe

Natürlich könnt ihr diese Arbeit jederzeit machen.
Doch gerade in starken Übergangszeiten, wie Familienzuwachs, finden wir, dass es wichtig ist, sich regelmässig Raum zu nehmen, um sich vom Herzen her zu verbinden.
Ich, Eva, hatte auch nach der Geburt unserer ersten Tochter eine kleine, sogenannte Wochenbettdepression.
Dabei spielen die Hormone eine auslösende Rolle, doch glauben wir, dass darüber hinaus einfach viel Verletzlichkeit und verborgener Schmerz an die Bewusstseinsoberfläche kommt.
Soziale Verhaltensmuster, Schutzmechanismen und Rollen funktionieren plötzlich nicht mehr und das ist auch wichtig, damit das neue Famiienmitglied einen Platz im System bekommt und seiner Sensibilität angemessen begegnet werden kann.
Natürlich brauch die Frau in dieser Zeit ihren Raum und alles Mukschsein sollte ihr grosszügig verziehen werden, doch ist unsere Erfahrung, dass in diesen Zeiten ganz viel Heilung stattfinden kann, wenn mit den hochkommenden Themen gearbeitet wird und in den partnerschaftlichen Kuntakt gebracht werden.
Und auch der Mann einer Wochenbettfrau hat es neben aller Vaterfreude oft nicht leicht...

Das ist keine Wunderübung, sie fordert euch heraus, dich selbst immer wieder in Frage zustellen und sich einem Grösseren in euch und um euch herum hinzugeben.
Es ist unsere Liebe, die uns immer wieder erinnert, wer wir für einander sind und was unsere Aufgaben sind.
Wir versacken im Alltagsstress in unsere alten Beziehungsmuster und sie hindern uns oft, im Hier und Jetzt zu sein, wo Heilung wirklich stattfinden kann.
Immer wenn wir uns erlauben, uns den Raum zu geben, werden die scheinbaren Probleme klein und wir fühlen wieder, warum wir eigentlich zusammen sind.
Die Partnerübung  kann euch helfen, wenn ihr im Alltag fühlt, dass ihr nicht mehr richtig verbunden seid.
Besonders in Stressituationen, gehen wir mehr in den Kopf und fühlen uns von uns abgeschnitten.
Dadurch legen sich Gefühle um unser Herz und es fällt uns schwer.  diese auszudrücken.
Meistens sind es Gefühle wie Schmerz, Traurigkeit, Angst oder auch Ärger.
Wir haben gelernt uns im Alltag vor diesen Gefühlen zu schützen und schneiden uns damit von unserer Lebendigkeit und auch Aufrichtigkeit ab.
Gerade diese Gefühle sind wichtig, damit sich das Herz immer wieder öffnen und wahre Verbindung stattfinden kann.
Wenn wir diese nicht mehr ausdrücken und ihnen keinen Raum geben, werden unsere Beziehungen stumpf und wir verlieren uns in Rollen.
Sie sind oft dafür verantwortlich , das wir nicht mehr richtig mit uns selbst und dem anderen im Kontakt sind.
Wir fangen an, den anderen durch einen Filter des „Verstandes" zu sehen und wir verletzten uns gegenseitig.
Dieser Partner- oder auch Beziehungprozess hilft euch, euch diesen Gefühlen zu stellen.
Es braucht schon ein wenig Übung und auch Mut sich dem anderen zu zeigen.
Allein die Übung an sich kann schon helfen, Abstand zu Dramen zu bekommen, weil bewusst eine Art Heilsituation geschaffen wird, wo man sich neu begegnet.
Das heisst, die Blocks vor dem Herzen oder die Schichten um dein Herz lösen sich ganz von alleine, wenn du ihnen den Raum gibst, den sie brauchen.
Es ist wunderschön, sich in so einem Liebsraum zu begegnen.
Mit ein bisschen Übung könnt ihr lernen, euch in Wahrheit und verletzlich zu zeigen.
Das schafft Nähe und Vertrauen und es lösen sich viele Ängste auf.
Das hält eure Beziehung frisch und die Energie zwischen euren Herzen kann frei fliessen.
Ihr habt auch weniger Angst, der andere verlässt euch gleich, nur wenn er oder sie mal ärgerliche Gefühle ausdrückt.
Du fühlst vielmehr die Liebe dahinter und ihr könnt  dadurch miteinander wachsen.
Wir freuen uns über Kommentare und begleiten euch gerne in euren Beziehungen.

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