Sexualität und das Tabu des Mißbrauchs

 

Sehr selten wachsen Kinder in einem absolut beschützten und sicheren Umfeld auf, wo sich ihr Wesen frei von Angst, vor psychischen oder physischen Gewalt entwickeln kann.

Viele Menschen haben grosse Schwierigkeiten,

über ihre wirklichen Gefühle zu sprechen.Wir haben gelernt Probleme mit uns selbst auszumachen, besonders wenn es um die Sexualität und Grenzüberschreitungen geht. Meistens sind diese Verletzungen im Kontakt mit nahestehenden und liebenden Menschen entstanden.

Um diesen Schmerz und die Enttäuschung nicht nochmal zu erfahren zu müssen, leben viele ein perverses oder auf Fantasie bezogenes Liebesleben. Diese Erfahrungen stecken als Information in unserem Nervensystem und werden meistens dann aktiviert, wenn es um Nähe und Intimität geht. Wir haben den Wunsch nach Zärtlichkeit  und Berührung und gleichzeitig löst es eine Angst aus, wo wir uns mit etwas konfrontieren, wie ausgeliefert sein, Bedrohung, Vernichtung, oder dem Gefühl nicht so geliebt zu werden, wie wir im innersten unseres Wesens sind. Es ist ein Gefühl, nicht für das geliebt zu werden, was wir sind, sondern etwas aufgeben zu müssen,

 um sich sicher und angenommen zu fühlen.Das ist keine Sicherheit, sondern ein Mißverständnis von einer Liebe, die etwas fordert um etwas zu bekommen, was wir nicht bereit sind ganz aus uns selbst zu geben. Wenn du Mißbrauch in welcher Form auch immer erfahren hast, weisst du von was wir hier sprechen. Es ist ein Grundgefühl, dass du nie sicher gehen kannst, wirklich Angstfrei dich in einer Beziehung einlassen zu können. Wir haben in uns einen Hunger nach Geborgenheit und Sicherheit.Wie oft fühlen wir uns angegriffen, kritisiert oder einfach falsch? Besonders unser Körper und die damit verbundenen Empfindungen und Bedürfnisse kennen wir oft nicht und haben sie nie wirklich kennengelernt.

Wir beschäftigen uns gerade selbst mit diesem Thema, da es ein Teil des Programmes sein wird, die sich wieder aus tiefsten Herzen auf ihre Liebe besinnen möchten.

Wenn dich das interessiert kannst du uns gerne persönlich schreiben und wir freuen uns über Kommentare und Anregungen.

Hier haben wir noch weitere Gedanken zusammen gefasst, 

wie Missbrauch, unbewusst durch Unwissenheit weitergeben wird und  

da durch Scham und Schuld, schon in der frühen Kindheit entstehen kann. Das hat meistens starke Auswirkungen auf unsere spätere sexuelle Entwicklung, inwieweit wir uns für unsere eigene Sexualität in einer intimen Partnerschaft öffnen können.

Viele Mütter und auch viele Väter tragen in sich eine grosse Verunsicherung dem eigenen Geschlecht gegenüber und  haben eine Blockade zwischen dem Herzen und den Genitalien. Kinder spüren istinktiv, wenn Eltern nicht mehr natürlich auf sie reagieren und versuchen das zu heilen und gehen dabei in einen Kontakt gehen , der Eltern oft überfordert.

Wir möchten unsere Kinder so natürlich wie  möglich durch den Prozess der Entwicklung begleiten und ihnen den Raum geben, ihr Wesen und die Freude am Körper frei von unseren Konditionierungen zu erfahren und darüber hinaus ihre Grenzen zu spüren, die wir ihnen auch geben, dadurch daß sie merken, wenn etwas im Kontakt für uns nicht mehr stimmig ist.

 

Das Geschenk, was wir unseren Kindern mitgeben möchten, ist, sich selbst frei zu erfahren und auch ihre sexuelle Entwicklung zu unterstützen. Dafür haben wir einen Weg gefunden, wenn die Kinder körperliche Nähe suchen, vollkommen passiv und präsent zu sein und ihnen die Möglichkeit damit geben, sich die Nähe und Geborgenheit zu holen, wie sie sie haben möchten.

Es entstehen in dieser Phase der Kindheit oft Traumata, wo Eltern aus Angst Fehler zu machen, entweder innerlich einfrieren, ihre Kinder abweisen und sich Kinder fallengelassen und verlassen fühlen. Es geht dabei nicht um eine natürliche Grenze und Frustrationserfahrung, sondern die Kinder spüren die hinter der Überforderung liegenden Blockierungen der Eltern, beziehen die damit verbundenen Gefühle auf sich und entwickeln Scham und Schuldgefühle.Dadurch entsteht der erste Bruch im freien Spiel und Experimentieren mit sich selbst und dem Kontakt mit anderen. Die Angst, nicht mehr genug Nähe und Liebe zu bekommen und das Gefühl, daß etwas in ihnen abgelehnt wird, führt dazu, daß die natürlichen Grenzen aufgegeben werden.

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